November 5

Zweiter Gruppetag – Cork

Dafür, dass ich so lange schon nichts mehr geschrieben habe, bekommt ihr jetzt noch gleich einen zweiten Text. Am Samstag, den 22.10 war ich mit meiner Organisation in Cork. Ich habe wirklich überlegt diesen Gruppentag ausfallen zu lassen, da ich ja erst spät nachts nach Hause gekommen bin und wieder um 7 Uhr aufstehen musste, aber dann habe ich dennoch zu gesagt mit der Angst vielleicht Cork nicht mehr sehen zu können, während meines Auslandsjahres. Zwar war wieder nur Shopping angesagt, doch hatte ich die Hoffnung nicht wieder nur in einen Einkaufszentrum sondern in der Stadt zu landen.
Es ging also um 9 Uhr mit dem Bus los und ich war wenig zu Gesprächen bereit. Mit leiser Soundtrack Musik von Harry Potter im Ohr und das Buch Twillight (jaaa, ich lese Twillight, ABER auch nur weil ich die Geschichte davon irgendwie kenne und es deshalb einfacher ist es auf Englisch zu lesen und nicht weil ich ein FAN davon bin) vor der Nase verbrachte ich die Busfahrt. In Cork angekommen schloss ich mich einer dreier Mädchengruppe an, mit der ich noch nicht so viel unternommen hatte. Zuerst besorgten wir Gegenstände, die wir alle brauchten und sahen uns danach die Stadt an. Cork ist wirklich total schön! Es ist ein Mix aus moderner Stadt und älteren Gässlein mit vielen Angeboten. So gab es beispielsweise einen kleinen Kunstmarkt mit vielen selbstgemachten Gegenständen in einem offenen Hof und Haus. Außerdem waren wir im British Market. Das ist so eine alten Markthalle mit total viel Essen, egal ob riesige Schweinshachsen, asiatische Reissäcke, gigantische Kürbisse oder toll vertierte Törtchen. Diese Gerüche waren so verschieden, doch passenden wirklich zusammen. Wenn ich wieder nach Deutschland komme, will ich mal versuchen meinen faulen Popo dazu zu bewegen auf einen Markt einkaufen zu gehen. Diesen Markt empfehle ich wirklich jedem, der mal durch Cork kommt.
Danach haben wir auf der Suche nach einem kleinen süßen Café, was wirklich schwieriger war als gedacht. Denn entweder waren die Restaurants überfüllt oder mehr ein Pub als ein Café. Doch schließen fanden wir ein ganz Gutes. Es war ein Eiscafé, in dem es jedoch auch Sandwiches und Suppen und solchen Kram gab. Ich entschied mich, wie eine andere Deutsche auch, einen Cesar Salat zu essen, da wir beide schon so lange keinen richtigen Salat mehr hatten und HELL YES, das war die beste Entscheidung, die wir machen konnten. Er war frisch gemacht und das braune Brot, dass es dazu gab war Ultra lecker, dass aber auch daran liegen könnte, da ich sonst hier kein Brot esse, aber das war in diesem Moment erstmal egal. Am Ende habe ich mir noch ein Sauerkirscheeis geholt, obwohl ich mir nicht zu 100% sicher bin, dass es wirklich Sauerkirsche war, da ich nicht übersetzt habe, was auf den kleinen Schildchen neben dem Eis stand, sondern es mir nur Freischnauze geholt hatte.
Generell ist noch zu sagen, dass es ziemlich viele Straßenkünstler gab. Zum Beispiel sah ich einen alten Herren steppen, was total knuffig war, eine Gruppe von Männern, die sangen um Geld für einen gemeinschaftlichen Zweck zu sammeln oder auch einen einzelnen Teenager, der sich traute auf seiner Gitarre zu spielen, doch es gab ein kleines Mädchen, dass übertraf alle anderen.
Sie sah aus wie ungefähr 12 Jahre und stand vor einem Geschäft mit ihrer Gitarre, einem Verstärker, einem Mikro und ihrem Notenheft. Eine große Menschenmenge hatte sich schon um sie aufgestellt, als wir dazukamen. Mehr in der Mitte als alle anderen war wahrscheinlich ihr Lehrer oder Vater oder sowas. Ihre Stimme war einfach soo unglaublich gut und einzigartig und sie hat Lieder auf eine ganz bestimmte ruhige Art gecovert, einfach unglaublich. Wir haben ihr auch Geld gegeben, denn so ein junges Talent muss ja unterstützt werden. Im Gitarrenkoffer stand dann auch ihr Name – Allie Sherlock. Ein Namen, den man sich richtig gut merken kann und ich sie deshalb auf Facebook gesucht und gefunden habe. Ich fragte sie, ob ich ein Video von ihr hier posten könnte und sie sagte ja. Deshalb einen kleinen Videoausschnitt für euch hier.

 

Ich war leider zu dumm dieses Video kleiner zu machen. Sorry dafür 🙂

Total lieb von ihr, wenn ihr Allie folgen wollt hier ist Facebook und Youtube von ihr.
Abgesehen mal von der großartigen Stadt, dem tollen Essen und der schönen Atmosphäre kommt jetzt mein absolutes Highlight. Wir begegneten nämlich an einer Gruppe von vielleicht 5 Menschen, die sich mit Matten und Stühlen hinter einer Bushaltestelle bequem gemacht hatten. Erst dachte ich, dass die einfach so in der Stadt Joga machen wollten, doch auf Pappeschilder stand so Sachen wie: „Wo ist denn nur unsere Menschlichkeit geblieben?“ Es ging darum, dass alle Menschen ja nur noch auf ihre Handys starren und sich nicht mehr anschauen können. Deshalb sollte man sich vor eine total fremde Person sitzen und ihr 2 Minuten lang in die Augen schauen und mit ihr reden. Eine Deutsche und ich haben uns dann doch getraut welche davon anzusprechen und haben dann auch gleich mitteilgenommen. Ich saß einer total netten jungen Frau gegenüber und wollte schon fast gar nicht mehr aufhören zu reden. Ich habe locker mehr als 2 min mit ihr gelabbert und sie war sooo lieb. Zwar weiß ich ihren Namen nicht mehr, aber egal. Das hat sich zu mindestens ziemlich cool angefühlt und ich will auf jeden Fall öfter mal bei solchen Stadtsachen mitmachen, wenn ich es sehe.
Fazit von Cork: Wirklich coole Stadt. Würde gerne nochmal mehr Zeit dort verbringen und nicht nur in Pennys (Deutsch:Primakt) rumstehen, bis sich alle irgendwas gekauft haben, außer ich, sondern auch wirklich was sehen von der Stadt. Aber es war ein Top Gruppentag, dafür das wir nur Shoppen waren 😛




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Veröffentlicht5. November 2016 von Pluusch in Kategorie "Erlebnisse

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