März 5

Mid- Term Break – Boyfriend alert & Girly trip

Ahh…Es ist so viel passiert die letzten drei Wochen und ich fange mal einfach mit dem Mid-Term break an. Das ist eine Ferienwoche zwischen zwei von vier Schulsemester und ich dachte mir, ich möchte in meiner Zeit in Irland nicht untätig sein. Doch zuerst bekam ich Besuch von meinem Freund, der zum Geburtstag geschenkt bekommen hat mich besuchen zu dürfen, obwohl ich eigentlich am Anfang des Austauschjahres strikt dagegen war. Dennoch nachdem ich schon relative lange hier bin, vermisst man doch den ein oder anderen (seeehr untertrieben – ich vermisse so gut wie alle in Deutschland) und wünscht sich diese wiederzusehen und wird schwachJ. Ich habe für ihn und mich ein Zimmer in einem wirklich schönen und empfehlenswerten B&B namens Island Heights Castleisland gebucht.
Ich zeigte ihm ein wenig Irland, es wurde jedoch an einer Stelle extrem peinlich für mein irisches „Wissen“. Als ich ihn fragte, was er sehen wollte, war seine Antwort „das Meer“. Ich so, „Ja klar, kein Problem“, jedoch wollte ich nicht nach Tralee, weil ich nicht wusste was man da sonst noch machen kann außer Shoppen, darum entschied ich nach Killarney zu reisen, da ich wusste, dass dort auch Wasser war. Darum sind wir dorthin gefahren und beide Bein lahm zum Ross Castle gehumpelt. Dort angekommen musste ich verstellen, dass ich zwar mit dem Wasser recht hatte, mit dem Meer jedoch nicht. Es gibt in Killarney nämlich nur riesige Seen. Uppss …da habe ich mal wieder was verpeilt, dennoch war es wirklich schön dort.

DSC_0125Mein falsches Meer ^^

Zurück sind wir jedenfalls mit einer Kutsche gefahren, die es dort haufenweise gibt. Als er montags wieder fliegen musste, war ich wirklich bekümmert – es war schrecklich, doch lange Zeit der Traurigkeit gab es nicht, denn ich musste relativ schnell wieder umpacken, es ging nämlich nach Galway den nächsten Tag.
Zusammen mit zwei anderen deutschen Austauschschüler, die mir schon ziemlich ans Herz gewachsen sind, wollten wir ein kleines Abenteuer erleben. Zusammen mit Antoinettes Hilfe hatten wir die Reise geplant und am Dienstag, den 21.02. ging es los mit dem Bus erst nach Limerick und dann nach einem sehr schnellen Umsteigen weiter nach Galway. Alle drei bemerkten, dass die irischen Straßen echt beschissen sind. Mir ist ohne Spaß extrem schlecht geworden, darum ein lieb gemeinter Tipp von mir a) lieber Zug anstatt Bus b) wenn Bus, dann vorne sitzen! Wir waren soo froh aus diesem Bus aussteigen zu können und super nervös, aber auch freudig auf 3 Tage ohne Eltern. Untergebracht waren wir im „Snozzels Hostel“ und hatten ein vierer Zimmer für uns alleine. Gleich nach dem Auspacken sind wir dann in die Stadt uns umschauen gegangen und obwohl es immer mal wieder geregt hatte, ist Galway eine wirklich schöne Stadt. Im Hostel wieder angekommen, trafen wir auf einen jungen Mann, der auch deutsch war und seit neusten nach Irland gezogen ist. Dieser und zwei andere Mädchen wollten in dem Pub gehen, um dort den letzten Abend der beiden deutschen Mädchen zu genießen. Da Pubs war traditionell irisches sind, beschlossen wir auch auf ein paar Gläser Cola mitzukommen. Es regnete wie aus Eimern und als wir im Pub ankamen, waren wir alle komplett durchnässt. Der Pub, in dem wir waren, war vieel größer als die in Castleisland – 3 Stockwerke, ein eigenes Restaurant, Platz für zwei Bands, gleichzeitig spielen zu können – und hatte auch eine ganz andere Atmosphäre, obwohl ich schon sagen muss, dass es sich echt irgendwie doof anfühlt eine Cola zu trinken, während alle Erwachsene Alkohol zu sich nehmen dürfen. Es war trotzdem ein sehr schöner Abend, doch sind wir schon nach zwei Stunden todmüde ins Bett gehüpft.
Der nächste Tag begann mit unserem geplanten Hauptprogramm – Eine Bustour zu den „Cliffs of Moher“, die wir alle unbedingt sehen wollten. Yeah….Bus…Toll…Wir saßen jedoch vorne, darum ging es doch mit „irish rollercoaster“ gerade noch. Doch wie sich herausstellte war diese Bustour viel besser als gedacht. Unser Guide namens Garry war der Wahnsinn! Er redete ungelogen die ersten drei Stunden ununterbrochen durch sein Mikro und erzählte mal mehr mal weniger interessante Fakten über Irland, wie die Steinmauern, die man überall im Land verstreut sehen kann oder über Feenbäume. Zwischendurch ließ er uns immer für 15 min raus um Kirchen, Grabstätten, Burgen(eigentlich nur Wachtürme) und vieles weitere genauer betrachten zu können. Wir hatten auch eine Mittagspause. Nach ungefähr 5 Stunden kamen wir an den Klippen an und es war einfach nur wahnsinnig schön. Etwas Nebel war zwar da, doch konnte man am Anfang noch von der einen Klippe zur anderen Klippe schauen,DSC_0173

später jedoch nicht mehr.

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1 ½ Stunden verbrachten wir dort, zwar schwächelten meine beiden Mitreisenden krankheitsbedingt etwas, dennoch war es Mega! Sehr empfehlenswert! Am Donnerstag mussten wir dann ja leider schon wieder zurück, gerne wäre ich noch länger geblieben.
Alles ging glatt nachhause zu kommen bis nach Limerick und dann auf einmal richtig schief. In Limerick mussten wir ja eigentlich nochmal umsteigen, doch der Bus war voll und konnte uns drei nicht mehr mitnehmen, nur noch eine Person. Eigentlich wollten wir uns nicht trennen, doch eine von uns wollte am nächsten Tag nach Dublin und musste darum irgendwie nachhause kommen. Sie setzte sich also in den Bus, Handy aus und Akku leer und wir zwei zurückgeblieben wurden schrecklich nervös. Ein Horror Szenario! Ein total lieber Busfahrer entschied sich dann dazu uns zu helfen und mit seinem Bus dem anderen Bus hinterher zu fahren, in der Hoffnung, dass dieser nach einiger Zeit leerer wurde, obwohl er schon Feierabend hatte. Hiermit beweist sich die Nettigkeit und Hilfsbereitschaft der irischen Busfahrer. Und der Plan klappte wirklich und wir trafen auf unsere nervöse und verblüffte Freundin. Zu dritt schafften wir es dann doch noch nach Castleisland zurückzukommen – was für ein Abenteuer!

 

 

 




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Veröffentlicht5. März 2017 von Pluusch in Kategorie "Erlebnisse", "Landschaft

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