November 27

Dritter Gruppentag – Tralee (und mal ein Lebenszeichen zwischendurch)

Eigentlich sollte ich jetzt für meine Christmas Examen lernen, welche in zwei Wochen stattfinden, aber es ist schon 22 Uhr und dann schreib ich lieber was für meinen Blog….und werde „bestimmt“ morgen lernen *grins*
Letzte Woche war es mal wieder soweit für einen Gruppentag. Wir waren in Tralee, das ist so die nächst größere Stadt. Dort waren wir erst in einem sehr süßen, aber kleinen Schwimmbad. Für Kinder bis 10 bestimmt ganz super, doch für mich nach 2 Stunden wirklich genug, da man nicht soo viel machen konnte. Nichts destotrotz habe ich es sehr genossen, mal wieder nach einem Jahr schwimmen zu gehen. Ich bin nicht so die Schwimmratte, aber genieße es ab und zu mal ins…ähh… warme Nass zu springen.
Danach waren wir im Kino und ich habe mich unglaublich darauf gefreut. Wir haben uns nämlich „Fantastic beasts and where to find them” (dt. “Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind) angeschaut!!! Die Vorgeschichte von Harry Potter war genial. Natürlich möchte ich jetzt hier nicht Spoilern, aber dennoch ein paar Worte dazu verlieren. Es ist eine ganz andere Atmosphäre als die Harry Potter Film, da es in einer anderen Zeit spielt. Aber auch der Fakt, dass es um die amerikanische Zauberwelt geht, spiegelt die Welt einfach anders wieder, doch nicht schlecht. Es zeigt nur eine andere Perspektive von der großartigen Welt von J.K Rowling. Ich würde diesen Film, dennoch nicht als Kinderfilm empfehlen, da er sehr düster ist, obwohl er einige richtige Witzige stellen hat. Leider muss ich zugeben, da ich nicht alles verstanden habe, was vor allem Newt Scamander gesagt hatte. Der Schauspieler hat mega genuschelt, wie ich fand. Deshalb muss ich den Film nochmal unbedingt sehen. Überhaupt bin ich gerade total in Harry Potter Hype! Ich habe mir jetzt Butterbier und Berty Bots Bohnen gekauft – wenn auch noch nicht gegessen bzw. getrunken – und schaue mir ständig Video zu Harry Potter an. Auch höre ich die Hörbücher an – natürlich auf Englisch – wenn ich beispielsweise Hausaufgaben mache oder mein kleines Zimmer aufräume. Nachdem ich am Donnerstag von meinem lieben, lieben Freund als verspätetes Geburtstagsgeschenk „Harry Potter and the cursed child“ (dt. „Harry Potter und das verwunschene Kind“) bekommen habe, war ich so begeistert davon, dass ich es bis ein Uhr in die Nacht wach war, bis die 330 Seiten durch gelesen waren. Ich habe es so schnell gelesen, dass ich zugeben muss, dass ich vielleicht nur noch die Hälfte von dem Buch weiß. Doch keine Angst, dass Buch hat sich gerächt für mein zuschnelllesen, in dem es mir –mit der Spitze voran – auf mein Fuß gefallen ist…Jetzt habe ich dort einen blauen Fleck und konnte gestern Abend fast nur noch humpeln.

Jetzt noch mal ein Zwischenstand wie es mir in Irland so generell geht. Ich muss wirklich sagen, dieses Auslandsjahr ist ein Auf und Ab der Gefühle. Manchmal fühle ich mich superduper wohl hier und manchmal möchte ich einfach nur nach Hause. Es ist teilweise wirklich schwer. In der Schule ist es sehr schwierig für mich wirklich irgendwie guten Anschluss zu finden. Zwar kann ich irgendwie bei vielen Schülerinnen aus meinem Jahrgang oder auch darunter, während der Mittagspause bei ihnen rumsitzen, doch bin ich meistens sehr schweigsam. Die reden meistens einfach zu schnell und zu leise für meine deutschen Ohren und benutzen dann auch noch so viele Slangwörter, dass ich meistens nur beim Zuhören schon den Faden verliere. Mit einer Gruppe sich zu unterhalten ist deshalb gefühlt unmöglich für mich. Wenn ich mal alleine mit jemanden rumsitze oder vielleicht in einer ganz kleinen Gruppe, geht dass dann meistens besser, doch weiß ich nie was ich mit denen reden soll.
Der Unterricht ist eigentlich ziemlich einfach, doch ist es in Biologie oder Chemie so viel zu lernen für die Examen. Außerdem belege ich noch ein Fach namens Construction Studies. Dort lerne ich wie ich ein Haus bauen könnte. Es ist irgendwie interessant, doch blicke ich nicht recht durch, was ich wie, wann und wo konstruieren muss und ist deshalb am Schwierigsten für mich.
Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich sonst viel mit anderen Deutschen unternehme. Vor allem, wenn man gerade mal Kummer oder Langeweile hat, ist das echt super, um sich aussprechen zu können und einfach Spaß zu haben. Denn auch wenn ich die Iren frage, ob wir was miteinander unternehmen wollen, bekomme ich oft genug Absagen. Mit einer Deutschen habe ich es jetzt aber auch so geregelt, dass wir immer miteinander auf Englisch reden und wenn nicht machen wir einen Strich auf unsere Hand. Für jeden Strich muss dann jeder 5 Cent bezahlen und da wir alle immer etwas an Geldmangel leiden, passen wir echt auf. Es klappt wirklich super! Dennoch habe ich mich auch schon zweimal mit Iren getroffen, also klappt das irgendwie schon.
Ich freue mich einfach auch total auf Weihnachten. Ich glaube ich war noch nie so sehr in Weihnachtsstimmung wie jetzt. Der Gedanke Familie, Freunde und Bekannte in nur drei Wochen zu sehen, macht mir einfach glücklich.




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Veröffentlicht27. November 2016 von Pluusch in Kategorie "Erlebnisse", "Familie", "Schule

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