Mai 30

Abenteuer „Osterferien“ – Part 1

Randnotiz: Bilder werden noch zu einem späteren Zeitpunkt nachgereicht 

 

Es ist zwar jetzt schon Sommer und ich trete jetzt meine letzte Schulwoche an (WUUHH Freu!), doch muss ich jetzt noch mal etwas ausholen und von meinen Ultra tollen Osterferien berichten. Ich hatte mich nämlich in meiner Schule eintragen lassen, dass ich mit auf eine Campingtour gehe, die extra für Leaving Cert Schüler (also Schüler vom fünften und sechsten Jahrgang). Ich musste etwas zittern, da von meiner Schule schon zwei andere hinwollten und ich als Austauschschüler nicht ganz als normale irische Schülerin gelte. Aber nachdem ich die Verantwortliche der Unternehmung mit Emails zu bombardiert hatte, durfte ich dann doch mit.
Ich war total aufgeregt und war tagelang an Sachen organisieren wie Schlafsäcke, Taschenlampen und so weiter. Ich hatte auch meine Gastmutter nach einigen Dingen gefragt, aber irgendwie hatte sie das meist wieder vergessen und ich wollte dann auch nicht mehr nachfragen. Also mussten meine Organisationsleiterin von IrishHostfamily, meine alte Gastmutter und meine Geldbörse herhalten. Das war jedoch alles nicht so dramatisch!
Diese Campingtour wird übrigens von einer Outdoor-Organisation namens Cappenalea geleitet, welche das jetzt zum dritten Mal für acht Schulen, die in irgendeiner Gruppe zusammen sind, kostenlos anbieten. Meine Schule ist da zum Glück dabei.
Am Donnerstag vor den Osterferien, also während der Schulzeit, musste ich um 10 Uhr im Cappenalea Gelände sein, welche sind hinter Killorglin befindet. Meine Gastmutter war nicht sonderlich begeistert mich dort hinzufahren, da es circa eineinhalb Stunden dauerte. Dennoch machte sie es und ich hatte einfach ein extrem schlechtes Gewissen deswegen. Ich meine, wenn sie wieder zuhause war, wäre es 11:30 Uhr gewesen und dann noch den ganzen Haushalt schmeißen, meine kleine Gastschwester abholen, Essen vorbereiten, meine anderen Gastgeschwister wieder abholen usw. Da kommt wohl keiner zu Ruhe. Aber mit dem Gedanken, dass sie sich erst wieder in fünf Tagen um mich kümmern musste, versuchte ich mich zu beruhigen.
Zwar hatte mich meine Gastmutter vorgewahrt, dass die Straßen zu Cappenalea echt holprig sind, aber was uns nach Killorglin erwartete, war wie eine schreckliche irische Straßenachterbahn…und ich hasse Achterbahnen! Ungelogen, ich hatte teilweise das Gefühl das Auto würde von der Straße fallen und wir würden alle sterben. Total beängstigend sowas. Zum Glück sind wir aber unbeschadet am Gelände angekommen und meine Gastmutter hatte mich noch ganz lieb gefragt, ob sie noch mit hereinkommen soll, ich verneinte aber – sie sollte ja nicht noch mehr Zeit verschwenden. Vor dem Cappenalea Haus befand sich eine Gruppe, die aber viel älter aussahen als ich. Ich bekam schon voll die Panik, aber es war zum Glück nicht meine Gruppe.
Zuerst traf ich auf meinen Klassenkameraden von der Schule, von dem ich schon wusste, dass er mitkommen würde. Und dann noch auf ein Mädchen, welches ursprünglich aus Litauen kommt, aber schon seit einigen Jahren in Irland wohnt und dann noch eine Mädchengruppe, bestehend aus drei Irinnen. Ich dachte mir dann so: „Ähm…ich dachte es sollten viel mehr Jungs da sein als Mädchen.“ Aber wie es sich herausstellte war mein Klassenkamerad tatsächlich der einzige Junge. Das nahm er zum Glück ganz cool hin. Mit unseren beiden Aufsichtspersonen setzten wir uns alle in einen Raum, stellten uns vor und sie erklärten uns eigentlich zum ersten Mal was wir genau machen würden. Es war eine 5-Tage Wandertour, in dem wir unser Zelte, unser Essen und Klamotten selbst schleppen mussten. Die Zeltlocations würden ziemlich weit vom Schuss seien und das Ziel des ganzen Ausfluges sei es, sich selbst herauszufordern und gerade in so einen schwierigen Alter wie des Teenager-Daseins herauszufinden, dass man mehr machen kann, als man eigentlich glaubt.
Wir fingen also an die gestellten Rucksäcke mit Sachen zu beladen. Vor der Veranstaltung hatten wir schon eine Liste bekommen, was wir alles mitbringen sollten. Ich war schon ganz panisch wie ich das in den Rucksack bekommen sollte. Doch es stellte sich heraus, dass wir jeden Tag ein Auto mit unseren Ersatztaschen treffen würden um Kleidung und Snacks zu wechseln. Obwohl wir also nur für einen Tag packen mussten, stellte es sich als verdammt schwer heraus alles unterzubringen. Außer solch Zeug wie Zelt, Schlafsack, Gasflaschen, Isomatte, Geschirr und Besteck, stopfte ich nur noch Unterwäsche, Socken, eine Leggins, Taschenlampe, Zahnputzzeug und einige Nüsse in den Rucksack und BAM er war proppevoll! Nachdem wir Lunch gemacht hatten und die Route erklärt bekommen hatten, ging es dann endlich los!

Mit einem Bus sind wir nach Key Bay gefahren. Von dort konnte man die Stadt Dingle sehen. Wir setzten also diese locker 20 kg schweren Rucksäcke auf und stiefelten los. Ohne Spaß, schon nach 5 Minuten tat mir schon alles weh und ich wollt mich nur noch hinsetzten. Es ging nämlich schon am Anfang eine Straße hoch. Dennoch hatten wir alle noch irgendwie Spaß und scherzten rum. Doch das versiegte schon relativ schnell. Man setzte einfach nur einen Schritt vor dem anderen, einen Schritt vor dem anderen Wir waren eigentlich die erste Stunde auf Straßen und Wanderwegen gelaufen, bis die eine Betreuerin ein Famertor aufmachte, welches Farmerschafe ihn ihrem riesigen freilaufenden Gebiet halten soll, und dann ging sie vom Weg ab; direkt auf den Berg zu. Dort gab es keine Wege, sondern nur nasse, rutschige Unterfläche. Im Zickzack ging es den Berg hoch, nur zu keine großen Schritte machen, sonst bestand die Gefahr auszurutschen oder den Knien durch das Gewicht von dem Rucksack zu schaden. Apropos Rucksack, hatte ich erwähnt, dass er übelste in mein Fleisch einschnitt?! Da es nämlich eher für größere Menschen gedacht war, als mich, drückte er extrem stark gegen Knochenbein und verringerte meine Bewegungsfreiheit. Trotzdem hatte ich ziemlich viel Spaß dieses Feld hoch zulaufen, da ich eben ein kleines Schweinchen bin und kein Problem damit habe, mit Schlamm vollgespritzt zu werden. Naja zumindest bis ich dann ein Mal ziemlich übel ausgerutscht bin. Es war zwar gar nichts passiert, doch hatte es mir einen mega großen Schrecken eingejagt, wodurch ich vorsichtiger gewandert bin. Von der Dreiergruppe Mädels, die beste Freundinnen sind, kam immer wieder großes Gejammer auf, doch sie zogen es bis zur ersten Campstelle durch.
Diese befand sich zwischen den Bergen, mit dem Blick auf das Meer und umgeben von drei Seen. Wunderschön!! Mit Hilfe der Betreuer wurden die Zelte aufgebaut und uns erklärt wie man mit dem Camingkocher kocht. Nachdem wir gesättigt waren und ich langsam merkte wie meine Blase schmerzte, wurde uns ein Thema erklärt von dem es mich gegruselt hatte: Den Toilettenvorgang in der Natur. Doch mit nur relativ wenig Gekicher überstanden wir auch diese Lernlektion und glücklicherweise schnappte sich die Litauerin ganz selbstbewusst, welche auch meine Zeltmitbewohnerin war, die Schaufel und das Klopapier und stapfte los. Danach war es ein nicht mehr so ganz unangenehmes Thema, welches auch Gesprächstoff beim „Lagerfeuer“ wurde. Eigentlich war es kein Lagerfeuer, da es kein Holz zum Sammeln gab, sondern nur ein mit Chemikalien voll getränktes Stück Holz war. Wir versammelten uns frierend und sprachen über den Tag, die Sterne, den Mond und lernten uns kennen. Ich blieb still, ließ den Muttersprachlern hauptsächlich das Reden. Aber ich bin auch in Deutschland eher eine Zuhörerin, als Sprecherin. Nach und nach verdünnte sich die Gruppe und schließlich ging auch ich ins Bett. Ich hatte nur meine Winterleggins für die Beine und merkte, dass das zu wenig war. Ich konnte gar nicht schlafen. Vielleicht so drei Stunden oder sowas. Ständig wachte ich auf, drehte mich von der einen Seite zur andren –Ruhelos und kalt. Irgendwann steckte ich mein eines Bein in meinen Schal, wodurch dieses wärmer wurde, das andere aber nicht. Ich war wirklich glücklich als es Zeit zum Aufstehen war.

Uppss … ich merke es wird echt etwas viel… Ich glaube, ich zerteile die Geschichte mal in mehreren Stücken.

 

 

 

 

März 21

Gastfamiliewechsel

Wie der Titel unschwer zu erkennen gibt, habe ich meine Gastfamilie gewechselt. Wer jetzt denkt: „Oh! Was?“ Der befindet sich in derselben Situation wie ich vor ungefähr drei Wochen. Aber ich beginne mal von vorne.
Meine Mutter hatte gemerkt, dass ich mich in meiner Gastfamilie nicht so ganz wohlgefühlt habe. Jedes Mal, wenn wir beim Skypen auf dieses Thema kamen, stiegen mir kleine Tränen in die Augen. Es lag nicht daran, dass ich meine Gasteltern nicht mochte, sondern eher daran, dass sie nichts mit mir unternommen hatten. Ich verlange ja nicht, dass sie jedes Wochenende was mit mir machen, aber seit September hatte die eigentlich nichts mehr mit mir gemacht. Selbst wenn wir zusammen in die Stadtgingen, teilten wir uns auf und jeder machte sein eigenes Ding. Auch gegessen hatten wir meistens getrennt. Außerdem hatte ich ein eigenes Wohnzimmer und war darum immer verwirrt, ob ich mit denen auf dem Sofa sitzen darf oder nicht. Aus diesen Gründen verbrachte ich die meisteZeit in meinem Zimmer. Meine Mutter jedenfalls hat es dann bei der Koordinatorin in Deutschland angemerkt und sie hatte es Antoinette weiter erzählt. Diese hatte mich zu einem Gespräch nach meinem Galway Urlaub eingeladen. Mit gemischten Gefühlen betrat ich ihr Büro. Ich wusste von der Quelle meiner Mutter, dass sie mich dazu überreden wollte zu wechseln, aber ich wollte nicht. Das habeich ihr auch gesagt. Ich wollte meine Gastfamilie nicht traurig oder wütend machen und hatte Angst, dass es noch schlimmer werden würde. Am liebsten hätte ich gewollt, dass Antoinette sie dazu bewegen könnte mal mehr mit mir zu machen. Doch sie erklärte mir, meine Gastfamilie würde ihre Gewohnheiten nicht für mich ändern. Und nachdem mich Conny nochmal angerufen hatte, ließ ich mich dann doch noch überreden zu wechseln. Ziemlich cool, aber auch extrem schwierig war, dass ich meine neue Gastfamilie aussuchen durfte. Welchen Familientyp sollte ich nehmen? Eher im Land oder lieber in der Stadt? Zwei kleine Gastgeschwister oder lieber gar keine? Haustiere Ja/Nein? Es war wirklich nicht so einfach, aber ich hatte mich dann für eine Familie entschieden und noch eine Zweit-und Drittwahl gehabt.
Meiner Gastfamilie sollte ich nichts verraten, denn Antoinette wollte sich selbst darum kümmern und es war auch noch nicht sicher, wie schnell ich wechseln könnte. Am selben Abend noch bekam ich eine Nachricht, dass meine Erstwahlfamilie zugestimmt hatte und ich noch am Sonntag wechseln würde.
Am darauffolgenden Tag war wieder ein Gruppentag angesagt und dieses Mal war es in Killarney, jedoch alles was wir gemacht hatten, hatte ich davor schon besucht gehabt. Außerdem war das Wetter wirklich furchtbar und deswegen verbrachten wir ziemlich lange in dem McDonalds und quatschten. Es war trotzdem lustig. Beim Zurückfahren bekam ich jedoch Bammel zu meiner Gastfamilie zurück zu gehen, da sie es mittlerweile wissen mussten. Bei meiner Gastfamilie ankommen, sprach mich meine Gastmutter auch gleich darauf an mit Tränchen in den Augen und sie steckte mich an. Nicht dass wir beide losgeheult haben, doch es war irgendwie extrem traurig. Da sie mir auch sagte, dass sie ja auch nicht wollte, dass ich wechsle und ich ein wirklich tolles Mädchen bin. Meine Gastvater und – Schwester sagten eigentlich so gut wie nichts dazu und ich fing an meine Sachen zu packen.

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Mein Versuch alles von mir unterzubringen. Was sich alles bei mir angesammelt hat! :0

Den restlichen Abend verbrachte ich so wie ich es mir immer gewünscht hätte – zusammen auf dem Sofa und gemütlich reden und essen.
Am nächsten Tag war es dann soweit und ich musste mich endgültig verabschieden, wobei alle sagten ich sollte sie auf jeden Fall nochmal besuchen kommen. Mein Gastvater brachte mich also zum verabredeten Ort und übergab mich meiner neuen Gastmutter. Er drückte mir einen Kuss auf die Wange und wiederholte, dass ich toll bin und immer wieder kommen dürfte. Gleichdarauf saß ich in einem neuen Auto, mit einer neuen Gastmutter und einer anderen Gastschwester auf dem Rücksitzt. Total verwirrend oder nicht? Für mich war es jedenfalls so, aber ich habe mich super eingelebt und es war der richtige Schritt zu wechseln.
Meine neue Gastfamilie besteht aus meiner Gastmutter und Gastvater, die beide manchmal arbeiten, meiner größeren Gastschwester und mein jüngerer Gastbruder, die beiden beide auf meine Schule gehen und dann folgen noch zwei weitere Gastschwestern, die eine auf der Mädchenschule und die anderen auf der Grundschule. Ich habe mir also den größten Haushalt ausgesucht, der mir vorgeschlagen wurde 😀 Und nun sitze ich die wenigste Zeit in meinem Zimmer rum, sondern meistens im Wohnzimmer bei denen. Sie nehmen mich auch überallhin mit, wenn ich mit möchte. Ich war jetzt schon auf einem Football, Fußball und Basketball match meiner Gastgeschwister (zum Zuschauen), shoppen in Killarney (tatsächlich mit der Familie), Familienbesuch bei Großtanten auf einem Bauernhof, einer Taufe, beim Gottesdienst, Geburtstagsessen und –party und noch vieles mehr. Das ist echt toll und auch wenn diese Familie nicht die Gesprächigste ist, bin ich nicht mehr so alleine und traurig wie vorher. Ein wenig Kontakt habe ich auch noch zu meiner alten und hoffe das ich diesen auch nicht verliere.

März 5

Mid- Term Break – Boyfriend alert & Girly trip

Ahh…Es ist so viel passiert die letzten drei Wochen und ich fange mal einfach mit dem Mid-Term break an. Das ist eine Ferienwoche zwischen zwei von vier Schulsemester und ich dachte mir, ich möchte in meiner Zeit in Irland nicht untätig sein. Doch zuerst bekam ich Besuch von meinem Freund, der zum Geburtstag geschenkt bekommen hat mich besuchen zu dürfen, obwohl ich eigentlich am Anfang des Austauschjahres strikt dagegen war. Dennoch nachdem ich schon relative lange hier bin, vermisst man doch den ein oder anderen (seeehr untertrieben – ich vermisse so gut wie alle in Deutschland) und wünscht sich diese wiederzusehen und wird schwachJ. Ich habe für ihn und mich ein Zimmer in einem wirklich schönen und empfehlenswerten B&B namens Island Heights Castleisland gebucht.
Ich zeigte ihm ein wenig Irland, es wurde jedoch an einer Stelle extrem peinlich für mein irisches „Wissen“. Als ich ihn fragte, was er sehen wollte, war seine Antwort „das Meer“. Ich so, „Ja klar, kein Problem“, jedoch wollte ich nicht nach Tralee, weil ich nicht wusste was man da sonst noch machen kann außer Shoppen, darum entschied ich nach Killarney zu reisen, da ich wusste, dass dort auch Wasser war. Darum sind wir dorthin gefahren und beide Bein lahm zum Ross Castle gehumpelt. Dort angekommen musste ich verstellen, dass ich zwar mit dem Wasser recht hatte, mit dem Meer jedoch nicht. Es gibt in Killarney nämlich nur riesige Seen. Uppss …da habe ich mal wieder was verpeilt, dennoch war es wirklich schön dort.

DSC_0125Mein falsches Meer ^^

Zurück sind wir jedenfalls mit einer Kutsche gefahren, die es dort haufenweise gibt. Als er montags wieder fliegen musste, war ich wirklich bekümmert – es war schrecklich, doch lange Zeit der Traurigkeit gab es nicht, denn ich musste relativ schnell wieder umpacken, es ging nämlich nach Galway den nächsten Tag.
Zusammen mit zwei anderen deutschen Austauschschüler, die mir schon ziemlich ans Herz gewachsen sind, wollten wir ein kleines Abenteuer erleben. Zusammen mit Antoinettes Hilfe hatten wir die Reise geplant und am Dienstag, den 21.02. ging es los mit dem Bus erst nach Limerick und dann nach einem sehr schnellen Umsteigen weiter nach Galway. Alle drei bemerkten, dass die irischen Straßen echt beschissen sind. Mir ist ohne Spaß extrem schlecht geworden, darum ein lieb gemeinter Tipp von mir a) lieber Zug anstatt Bus b) wenn Bus, dann vorne sitzen! Wir waren soo froh aus diesem Bus aussteigen zu können und super nervös, aber auch freudig auf 3 Tage ohne Eltern. Untergebracht waren wir im „Snozzels Hostel“ und hatten ein vierer Zimmer für uns alleine. Gleich nach dem Auspacken sind wir dann in die Stadt uns umschauen gegangen und obwohl es immer mal wieder geregt hatte, ist Galway eine wirklich schöne Stadt. Im Hostel wieder angekommen, trafen wir auf einen jungen Mann, der auch deutsch war und seit neusten nach Irland gezogen ist. Dieser und zwei andere Mädchen wollten in dem Pub gehen, um dort den letzten Abend der beiden deutschen Mädchen zu genießen. Da Pubs war traditionell irisches sind, beschlossen wir auch auf ein paar Gläser Cola mitzukommen. Es regnete wie aus Eimern und als wir im Pub ankamen, waren wir alle komplett durchnässt. Der Pub, in dem wir waren, war vieel größer als die in Castleisland – 3 Stockwerke, ein eigenes Restaurant, Platz für zwei Bands, gleichzeitig spielen zu können – und hatte auch eine ganz andere Atmosphäre, obwohl ich schon sagen muss, dass es sich echt irgendwie doof anfühlt eine Cola zu trinken, während alle Erwachsene Alkohol zu sich nehmen dürfen. Es war trotzdem ein sehr schöner Abend, doch sind wir schon nach zwei Stunden todmüde ins Bett gehüpft.
Der nächste Tag begann mit unserem geplanten Hauptprogramm – Eine Bustour zu den „Cliffs of Moher“, die wir alle unbedingt sehen wollten. Yeah….Bus…Toll…Wir saßen jedoch vorne, darum ging es doch mit „irish rollercoaster“ gerade noch. Doch wie sich herausstellte war diese Bustour viel besser als gedacht. Unser Guide namens Garry war der Wahnsinn! Er redete ungelogen die ersten drei Stunden ununterbrochen durch sein Mikro und erzählte mal mehr mal weniger interessante Fakten über Irland, wie die Steinmauern, die man überall im Land verstreut sehen kann oder über Feenbäume. Zwischendurch ließ er uns immer für 15 min raus um Kirchen, Grabstätten, Burgen(eigentlich nur Wachtürme) und vieles weitere genauer betrachten zu können. Wir hatten auch eine Mittagspause. Nach ungefähr 5 Stunden kamen wir an den Klippen an und es war einfach nur wahnsinnig schön. Etwas Nebel war zwar da, doch konnte man am Anfang noch von der einen Klippe zur anderen Klippe schauen,DSC_0173

später jedoch nicht mehr.

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1 ½ Stunden verbrachten wir dort, zwar schwächelten meine beiden Mitreisenden krankheitsbedingt etwas, dennoch war es Mega! Sehr empfehlenswert! Am Donnerstag mussten wir dann ja leider schon wieder zurück, gerne wäre ich noch länger geblieben.
Alles ging glatt nachhause zu kommen bis nach Limerick und dann auf einmal richtig schief. In Limerick mussten wir ja eigentlich nochmal umsteigen, doch der Bus war voll und konnte uns drei nicht mehr mitnehmen, nur noch eine Person. Eigentlich wollten wir uns nicht trennen, doch eine von uns wollte am nächsten Tag nach Dublin und musste darum irgendwie nachhause kommen. Sie setzte sich also in den Bus, Handy aus und Akku leer und wir zwei zurückgeblieben wurden schrecklich nervös. Ein Horror Szenario! Ein total lieber Busfahrer entschied sich dann dazu uns zu helfen und mit seinem Bus dem anderen Bus hinterher zu fahren, in der Hoffnung, dass dieser nach einiger Zeit leerer wurde, obwohl er schon Feierabend hatte. Hiermit beweist sich die Nettigkeit und Hilfsbereitschaft der irischen Busfahrer. Und der Plan klappte wirklich und wir trafen auf unsere nervöse und verblüffte Freundin. Zu dritt schafften wir es dann doch noch nach Castleisland zurückzukommen – was für ein Abenteuer!

 

 

 

Januar 28

Fünfter Gruppentag – Limerick 2.0

Heute (ja heute! Ich habe es geschafft am gleichen Tag den Text zu schreiben und zu posten *stolz auf mich), war unser fünfter Gruppentag. Vom vierten habe ich nicht berichtet, da ich einfach zu faul war.
Dieses Mal ging es eben wieder nach Limerick, doch dieses Mal zum „Bunsatty Castle“, worüber ich mich super gefreut habe, da ich Burgen liebe. Außerdem war es endlich mal eine richtige Sightseeing Tour, wie ich mir die Gruppentage vorgestellt habe. Trotzdem war viel zu früh zum Aufstehen angesagt, denn ich musste um 8:20 Uhr schon am Treffpunkt sein. Dank der lieben Hilfe meiner Gastmutter (die doch schon langsam weiß, dass ich morgens gerne etwas länger schlafe) hatte mir doch glatt mein Frühstück und Lunch gemacht, so dass ich es noch rechtzeitig zum Treffpunkt geschafft habe. Total lieb von ihr! Aber sie steht immer Samstag so gegen 8 Uhr auf um Frühstück zu machen und es nach oben ins Schlafzimmer zu nehmen und sich dann nochmal hinzulegen, richtig ausgefuchst!
Im Bus habe ich dann auch viele bekannte Gesichter wieder gesehen, doch war ich zu müde für jegliche Konversation. Erst sind wir nach Tralee und dann noch mal nach Listowel gefahren, um die restlichen Austauschschüler mitzunehmen. Da ist mir auch aufgefallen, dass wir einige neue hatten und andere wohl schon wieder bei sich zu Hause waren. Insgesamt waren wir 2 Deutsche und 2 Franzosen mehr und ich glaube einige Spanier weniger. Dass Franzosen da waren, fand ich ziemlich angenehm, weil wir ja sonst nur Deutsche, Spanier und Schweizer waren. Doch die eine Französin war gerade mal 11 Jahre alt und total klein. Sie hat wohl Probleme in der Schule Anschluss zu finden, weshalb sie in eine Grundschule (diese geht von der 1 bis zur 6 Klasse) wechseln soll, um Kinder ihn ihrem gleichen Alter zu finden.
Nach gut 3 Stunden Fahrt und einem netten Gespräch mit einer Spanierin waren wir dann endlich am Ziel angekommen. Das Wetter war wunderschön. Blauer Himmel, Sonnenstrahlen und vielleicht so 8 Grad. Um zur Burg zu gelangen, musste man an so alten traditionellen irischen Häuser vorbeilaufen, die alle total nett hergerichtet waren. In der Burg bekamen wir eine kleine Führung durch zwei Räume und durften uns dann frei bewegen. Es gab insgesamt vier Haupttreppen, die man begehen konnte. Ein kleiner Tipp von mir, wenn ihr dort auch mal hingeht, nehmt einen Rucksack anstatt einer Tasche mit! Ich hatte eine Umhängetasche dabei und es war richtig schwierig diese gebogenen, steilen Treppen hoch bzw. wieder runterzukommen. Teilweise hatte ich wirklich das Gefühl gleich zu fallen und alle vor mir mitzureißen. Die Burg war an sich recht schön, aber eine halbe Stunde hat allemal gereicht sich alles anzuschauen. Etwas schade fand ich es dann doch, dass wir nicht durch die Häuser gelaufen sind, weil wir wieder zum Bus mussten (Ich habs trotzdem gemacht – ich kleines Teufelchen *hihi*).
Dann sind wir noch ganze zwei Stunden shoppen gegangen. Zum Glück war ich bei einer Gruppe, die mehr in Bücher – und Bastelläden reingeschaut haben als in Kleidungsläden. Puhh…Glück gehabt. Trotzdem war ich irgendwie froh in den Bus einzusteigen. Im Bus dann war es super angenehm, man hat sich auf Deutsch, Spanisch, Französisch und Englisch unterhalten und langsam habe ich auch so dass Gefühl, dass man sich näher kommt und irgendwie Freunde wird – man kennt die meisten Namen, weiß wo sie wohnen und auch irgendwie ihre Eigenschaften. Es entsteht eine Gemeinschaft. Ich hoffe auf jeden Fall, dass ich mich mal mit einigen von denen auch nach dem Irlandjahr wiedertreffe, egal ob in Deutschland, Spanien oder Frankreich.
Nach 3 ½ Stunden zurückfahren, bin ich dann noch mit drei Deutschen Pizza essen gegangen und es war es schöner Abschluss eines schönen Tages.

Januar 6

Welcome 2017!

Ich bin wieder zurück in Irland! Vielleicht werden sich einige fragen, warum ich weg war. Nein, ich habe weder nicht mein Auslandsjahr abgebrochen, noch bin ich mit gebrochenen Arm nachhause geschickt. Ich habe einfach nur die Winter- und Weihnachtsferien in Deutschland mit Familie und Freunden verbracht, was einfach nur gut tat. In der letzten Woche bevor ich am 16.12.16 zurückgeflogen bin, wollte ich nur noch nachhause. In dieser Woche habe ich jegliche Vorhaben gebrochen wenig Deutsch zu reden, da ich mich so sehr darauf freute. Der Flug hob mit einer Stunde Verzögerung dann doch noch ab und ich kann gar nicht das Gefühl beschreiben wie es war meine Mutter, meinen Bruder und meinen Freund das erste Mal nach so langer Zeit wieder zusehen.  Ich denke GLÜCKLICH ist das einzige was mir dazu einfällt.
Naja, dann war ich eben auf einer Geburtstagsparty und noch 2 Tage auf meiner alten deutschen Schule und ich muss sagen: Der Unterricht ist ja sooo langweilig. Ich meine es ernst. 6 Stunden deutsche Schule, haben sich locker doppelt so lang angefühlt wie 9 Sunden irische Schule. Vielleicht liegt es daran, dass ich zwei Stunden früher aufstehen musste, oder dass es nur Doppelstunden gab, oder dass die Schule in Irland leichter scheint oder dass die Lehrer einfach nur scheiß langweiligen Unterricht machen können. Themenwechsel…
Weihnachten habe ich mit meiner Familie in Bayern gefeiert. Leider ohne Schnee, doch dafür mit dem normalen Weihnachtsstress und Familiendiskussionen. Dazu muss man wissen, dass meine Familie relativ verteilt in Deutschland wohnt und wir uns eigentlich nur Weihnachten vollständig sehen, was natürlich nicht ganz ohne Streitereien auskommen kann. Nichtsdestotrotz, war ich super froh meine ganze Familie wieder drücken und Freunde besuchen zu können.
Silvester habe ich dann mit einigen wenigen Freunden gefeiert und wir haben Pen and Paper gespielt. Kleine Erklärung dazu: Das ist ein Rollenspiel was man am Tisch spielt. Es gibt einen Spielleiter, der eine Geschichte erzählt. Die anderen Leute haben jeweils sich einen Charakter ausgedacht und diesen mit Werten erschaffen, was der Charakter gut und was der Charakter schlecht kann. Mit dem Würfeln der Werte wird dann ein spannendes Spielerlebnis generiert. Naja in der Theorie. Bei uns ist es diesmal so verlaufen, dass wir uns eigentlich gute 5 Stunden gegenseitig bedrohten, weil wir uns nicht vertrauten. Dennoch konnten wir schön ins Jahr 2017 rutschen. Froh bin ich darüber, denn irgendwie scheint das Jahr 2016 wirklich nicht Glück gehabt zu haben mit den ganzen toten Schauspielern (welche ich jetzt nicht aufzählen werde, googelt es einfach), den eher für mich ungünstigen Präsidentschaftswahlen in der USA, dem Brexit und natürlich die Flüchtlingswelllen. Die letzte Ferienwoche habe ich dann verbracht mein Zimmer zu ordnen, denn meine Mutter ist umgezogen während ich in Irland war und Zeit mit meinem Freund zu verbringen, der mich vor allem die letzten zwei Tage vor meinem Abflug aushalten musste. Ich merkte zwar selbst wie ich ständig ohne einen Grund sauer und traurig wurde, doch konnte ich es nicht vermeiden. Vor dem Packen habe ich mir wie kein anderer gedrückt und hatte lange schlechte Laune – Fazit: Ich wollte einfach nicht wieder zurück nach Irland.
Ich wollte bei meiner Familie bleiben, bei meinen Freunden. Ich sah, was die alle in Deutschland machen, sei es Führerschein oder Abitur oder Familienplanung und ich wollte bei dem ganzen Zeug einfach dabei sein. Obwohl ich heute Morgen trotzdem nicht wegfliegen wollte, verbesserte sich alles am Flughafen, vor allem da wir mit einer kleinen Verspätung (bitte fragt nicht wie es dazu gekommen ist) durch den Check-In und die Kontrolle schnurstracks gelaufen sind, ohne viel zu warten und deswegen der Abschied kleiner war. Im Flugzeug selbst saß ich zufälliger Weise direkt neben jemand, den ich aus meiner Organisation schon kannte. Weswegen der Flug sehr schnell vorüber war.
Am Flughafen hat mich mein Gastvater abgeholt und es war eine wirklich süße Begrüßung mit Umarmung und Küsschen auf die Wange (die Umarmung geht auf meine Rechnung, doch der Kuss auf seine ;)). Er fing an über Weihnachten zu reden und zeigte mir ganz Stotz sein neues Auto. Im Gasthaus angekommen war es fast so, als wäre ich nie wirklich weggewesen, doch nachdem ich ausgepackt hatte, blieb ich eine oder zwei Stunden in meinem Bett liegen und schlief. Das werde ich jetzt auch gleich wieder machen.
Bis dahin, hoffe ich dass ihr gut in 2017 reingerutscht seid!

November 27

Dritter Gruppentag – Tralee (und mal ein Lebenszeichen zwischendurch)

Eigentlich sollte ich jetzt für meine Christmas Examen lernen, welche in zwei Wochen stattfinden, aber es ist schon 22 Uhr und dann schreib ich lieber was für meinen Blog….und werde „bestimmt“ morgen lernen *grins*
Letzte Woche war es mal wieder soweit für einen Gruppentag. Wir waren in Tralee, das ist so die nächst größere Stadt. Dort waren wir erst in einem sehr süßen, aber kleinen Schwimmbad. Für Kinder bis 10 bestimmt ganz super, doch für mich nach 2 Stunden wirklich genug, da man nicht soo viel machen konnte. Nichts destotrotz habe ich es sehr genossen, mal wieder nach einem Jahr schwimmen zu gehen. Ich bin nicht so die Schwimmratte, aber genieße es ab und zu mal ins…ähh… warme Nass zu springen.
Danach waren wir im Kino und ich habe mich unglaublich darauf gefreut. Wir haben uns nämlich „Fantastic beasts and where to find them” (dt. “Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind) angeschaut!!! Die Vorgeschichte von Harry Potter war genial. Natürlich möchte ich jetzt hier nicht Spoilern, aber dennoch ein paar Worte dazu verlieren. Es ist eine ganz andere Atmosphäre als die Harry Potter Film, da es in einer anderen Zeit spielt. Aber auch der Fakt, dass es um die amerikanische Zauberwelt geht, spiegelt die Welt einfach anders wieder, doch nicht schlecht. Es zeigt nur eine andere Perspektive von der großartigen Welt von J.K Rowling. Ich würde diesen Film, dennoch nicht als Kinderfilm empfehlen, da er sehr düster ist, obwohl er einige richtige Witzige stellen hat. Leider muss ich zugeben, da ich nicht alles verstanden habe, was vor allem Newt Scamander gesagt hatte. Der Schauspieler hat mega genuschelt, wie ich fand. Deshalb muss ich den Film nochmal unbedingt sehen. Überhaupt bin ich gerade total in Harry Potter Hype! Ich habe mir jetzt Butterbier und Berty Bots Bohnen gekauft – wenn auch noch nicht gegessen bzw. getrunken – und schaue mir ständig Video zu Harry Potter an. Auch höre ich die Hörbücher an – natürlich auf Englisch – wenn ich beispielsweise Hausaufgaben mache oder mein kleines Zimmer aufräume. Nachdem ich am Donnerstag von meinem lieben, lieben Freund als verspätetes Geburtstagsgeschenk „Harry Potter and the cursed child“ (dt. „Harry Potter und das verwunschene Kind“) bekommen habe, war ich so begeistert davon, dass ich es bis ein Uhr in die Nacht wach war, bis die 330 Seiten durch gelesen waren. Ich habe es so schnell gelesen, dass ich zugeben muss, dass ich vielleicht nur noch die Hälfte von dem Buch weiß. Doch keine Angst, dass Buch hat sich gerächt für mein zuschnelllesen, in dem es mir –mit der Spitze voran – auf mein Fuß gefallen ist…Jetzt habe ich dort einen blauen Fleck und konnte gestern Abend fast nur noch humpeln.

Jetzt noch mal ein Zwischenstand wie es mir in Irland so generell geht. Ich muss wirklich sagen, dieses Auslandsjahr ist ein Auf und Ab der Gefühle. Manchmal fühle ich mich superduper wohl hier und manchmal möchte ich einfach nur nach Hause. Es ist teilweise wirklich schwer. In der Schule ist es sehr schwierig für mich wirklich irgendwie guten Anschluss zu finden. Zwar kann ich irgendwie bei vielen Schülerinnen aus meinem Jahrgang oder auch darunter, während der Mittagspause bei ihnen rumsitzen, doch bin ich meistens sehr schweigsam. Die reden meistens einfach zu schnell und zu leise für meine deutschen Ohren und benutzen dann auch noch so viele Slangwörter, dass ich meistens nur beim Zuhören schon den Faden verliere. Mit einer Gruppe sich zu unterhalten ist deshalb gefühlt unmöglich für mich. Wenn ich mal alleine mit jemanden rumsitze oder vielleicht in einer ganz kleinen Gruppe, geht dass dann meistens besser, doch weiß ich nie was ich mit denen reden soll.
Der Unterricht ist eigentlich ziemlich einfach, doch ist es in Biologie oder Chemie so viel zu lernen für die Examen. Außerdem belege ich noch ein Fach namens Construction Studies. Dort lerne ich wie ich ein Haus bauen könnte. Es ist irgendwie interessant, doch blicke ich nicht recht durch, was ich wie, wann und wo konstruieren muss und ist deshalb am Schwierigsten für mich.
Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich sonst viel mit anderen Deutschen unternehme. Vor allem, wenn man gerade mal Kummer oder Langeweile hat, ist das echt super, um sich aussprechen zu können und einfach Spaß zu haben. Denn auch wenn ich die Iren frage, ob wir was miteinander unternehmen wollen, bekomme ich oft genug Absagen. Mit einer Deutschen habe ich es jetzt aber auch so geregelt, dass wir immer miteinander auf Englisch reden und wenn nicht machen wir einen Strich auf unsere Hand. Für jeden Strich muss dann jeder 5 Cent bezahlen und da wir alle immer etwas an Geldmangel leiden, passen wir echt auf. Es klappt wirklich super! Dennoch habe ich mich auch schon zweimal mit Iren getroffen, also klappt das irgendwie schon.
Ich freue mich einfach auch total auf Weihnachten. Ich glaube ich war noch nie so sehr in Weihnachtsstimmung wie jetzt. Der Gedanke Familie, Freunde und Bekannte in nur drei Wochen zu sehen, macht mir einfach glücklich.

November 5

Zweiter Gruppetag – Cork

Dafür, dass ich so lange schon nichts mehr geschrieben habe, bekommt ihr jetzt noch gleich einen zweiten Text. Am Samstag, den 22.10 war ich mit meiner Organisation in Cork. Ich habe wirklich überlegt diesen Gruppentag ausfallen zu lassen, da ich ja erst spät nachts nach Hause gekommen bin und wieder um 7 Uhr aufstehen musste, aber dann habe ich dennoch zu gesagt mit der Angst vielleicht Cork nicht mehr sehen zu können, während meines Auslandsjahres. Zwar war wieder nur Shopping angesagt, doch hatte ich die Hoffnung nicht wieder nur in einen Einkaufszentrum sondern in der Stadt zu landen.
Es ging also um 9 Uhr mit dem Bus los und ich war wenig zu Gesprächen bereit. Mit leiser Soundtrack Musik von Harry Potter im Ohr und das Buch Twillight (jaaa, ich lese Twillight, ABER auch nur weil ich die Geschichte davon irgendwie kenne und es deshalb einfacher ist es auf Englisch zu lesen und nicht weil ich ein FAN davon bin) vor der Nase verbrachte ich die Busfahrt. In Cork angekommen schloss ich mich einer dreier Mädchengruppe an, mit der ich noch nicht so viel unternommen hatte. Zuerst besorgten wir Gegenstände, die wir alle brauchten und sahen uns danach die Stadt an. Cork ist wirklich total schön! Es ist ein Mix aus moderner Stadt und älteren Gässlein mit vielen Angeboten. So gab es beispielsweise einen kleinen Kunstmarkt mit vielen selbstgemachten Gegenständen in einem offenen Hof und Haus. Außerdem waren wir im British Market. Das ist so eine alten Markthalle mit total viel Essen, egal ob riesige Schweinshachsen, asiatische Reissäcke, gigantische Kürbisse oder toll vertierte Törtchen. Diese Gerüche waren so verschieden, doch passenden wirklich zusammen. Wenn ich wieder nach Deutschland komme, will ich mal versuchen meinen faulen Popo dazu zu bewegen auf einen Markt einkaufen zu gehen. Diesen Markt empfehle ich wirklich jedem, der mal durch Cork kommt.
Danach haben wir auf der Suche nach einem kleinen süßen Café, was wirklich schwieriger war als gedacht. Denn entweder waren die Restaurants überfüllt oder mehr ein Pub als ein Café. Doch schließen fanden wir ein ganz Gutes. Es war ein Eiscafé, in dem es jedoch auch Sandwiches und Suppen und solchen Kram gab. Ich entschied mich, wie eine andere Deutsche auch, einen Cesar Salat zu essen, da wir beide schon so lange keinen richtigen Salat mehr hatten und HELL YES, das war die beste Entscheidung, die wir machen konnten. Er war frisch gemacht und das braune Brot, dass es dazu gab war Ultra lecker, dass aber auch daran liegen könnte, da ich sonst hier kein Brot esse, aber das war in diesem Moment erstmal egal. Am Ende habe ich mir noch ein Sauerkirscheeis geholt, obwohl ich mir nicht zu 100% sicher bin, dass es wirklich Sauerkirsche war, da ich nicht übersetzt habe, was auf den kleinen Schildchen neben dem Eis stand, sondern es mir nur Freischnauze geholt hatte.
Generell ist noch zu sagen, dass es ziemlich viele Straßenkünstler gab. Zum Beispiel sah ich einen alten Herren steppen, was total knuffig war, eine Gruppe von Männern, die sangen um Geld für einen gemeinschaftlichen Zweck zu sammeln oder auch einen einzelnen Teenager, der sich traute auf seiner Gitarre zu spielen, doch es gab ein kleines Mädchen, dass übertraf alle anderen.
Sie sah aus wie ungefähr 12 Jahre und stand vor einem Geschäft mit ihrer Gitarre, einem Verstärker, einem Mikro und ihrem Notenheft. Eine große Menschenmenge hatte sich schon um sie aufgestellt, als wir dazukamen. Mehr in der Mitte als alle anderen war wahrscheinlich ihr Lehrer oder Vater oder sowas. Ihre Stimme war einfach soo unglaublich gut und einzigartig und sie hat Lieder auf eine ganz bestimmte ruhige Art gecovert, einfach unglaublich. Wir haben ihr auch Geld gegeben, denn so ein junges Talent muss ja unterstützt werden. Im Gitarrenkoffer stand dann auch ihr Name – Allie Sherlock. Ein Namen, den man sich richtig gut merken kann und ich sie deshalb auf Facebook gesucht und gefunden habe. Ich fragte sie, ob ich ein Video von ihr hier posten könnte und sie sagte ja. Deshalb einen kleinen Videoausschnitt für euch hier.

 

Ich war leider zu dumm dieses Video kleiner zu machen. Sorry dafür 🙂

Total lieb von ihr, wenn ihr Allie folgen wollt hier ist Facebook und Youtube von ihr.
Abgesehen mal von der großartigen Stadt, dem tollen Essen und der schönen Atmosphäre kommt jetzt mein absolutes Highlight. Wir begegneten nämlich an einer Gruppe von vielleicht 5 Menschen, die sich mit Matten und Stühlen hinter einer Bushaltestelle bequem gemacht hatten. Erst dachte ich, dass die einfach so in der Stadt Joga machen wollten, doch auf Pappeschilder stand so Sachen wie: „Wo ist denn nur unsere Menschlichkeit geblieben?“ Es ging darum, dass alle Menschen ja nur noch auf ihre Handys starren und sich nicht mehr anschauen können. Deshalb sollte man sich vor eine total fremde Person sitzen und ihr 2 Minuten lang in die Augen schauen und mit ihr reden. Eine Deutsche und ich haben uns dann doch getraut welche davon anzusprechen und haben dann auch gleich mitteilgenommen. Ich saß einer total netten jungen Frau gegenüber und wollte schon fast gar nicht mehr aufhören zu reden. Ich habe locker mehr als 2 min mit ihr gelabbert und sie war sooo lieb. Zwar weiß ich ihren Namen nicht mehr, aber egal. Das hat sich zu mindestens ziemlich cool angefühlt und ich will auf jeden Fall öfter mal bei solchen Stadtsachen mitmachen, wenn ich es sehe.
Fazit von Cork: Wirklich coole Stadt. Würde gerne nochmal mehr Zeit dort verbringen und nicht nur in Pennys (Deutsch:Primakt) rumstehen, bis sich alle irgendwas gekauft haben, außer ich, sondern auch wirklich was sehen von der Stadt. Aber es war ein Top Gruppentag, dafür das wir nur Shoppen waren 😛

September 25

Erster Gruppentag – Limerick

Gestern hatte ich meinen ersten Gruppentag mit meiner Organisation. Jeden Monat veranstaltet IrishHostFamily einen Tag, in dem wir als Gruppe ein bisschen Irland anschauen und uns als Gastschüler austauschen können und gestern ging es nach Limerick. Mir war nicht klar, dass wir so lange fahren, da uns Antoinette, unsere Organisationfrau nur erzählt hatte, dass wir Roller Skaten.
Limerick ist selbst ein County wie Kerry und eine Stadt zugleich. Um 8:50 Uhr in der Früh ging es los mit dem Bus nach Tralee und Listowel um die anderen Gastschüler abzuholen, das hat schon eine EWIGKEIT gedauert. Insgesamt sind wir 3 Stunden nach Limerick gegurkt.  Zum Glück saß die spanische Gastschülerin neben mir mit der ich auch in die Schule gehe, deshalb war es nicht so langweilig, weil wir über dies und das getratscht haben und schließlich Musik auf Spanisch, Deutsch und Englisch gehört. Irgendwie ist das total komisch, wenn man mit jemanden Musik hört, der die Sprache und deshalb den Inhalt nicht versteht, vor allem bei solchen deutschen Liedern wie „Halt dich an mir fest“ von Revolverheld. Ich konnte ihr nur erklären, dass es über Liebe geht, aber nicht um welche Form der Liebe, was bei diesem Lied total wichtig ist eigentlich. Das ist mir davor nie so richtig aufgefallen.
In der Halle stand ich dann zum ersten Mal auf Rollerskates und zwar nicht auf Inliner, sondern auf so richtigen Skater. Eigentlich habe ich gedacht, es sei schwieriger, doch es war wie Schlittschuhlaufen, nur nicht so kalt. Außerdem waren doch auch nicht so doofe Kufen, in die man rein fuhren konnte, das war echt praktisch. Doch irgendwann wurde es auch mal langweilig und ich bekam richtig schnell Rücken-und Beinschmerzen, obwohl ich glaube die Schmerzen im Bein kamen davon, dass ich den einen Schuh nicht richtig zubekommen habe. Tatsächlich wollte ich gerade aufhören wie die meisten von den Auslandsschschülern, doch dann sprach einer der deutschen Schülerinnen eine irische Jugendliche an, die wirklich verdammt gut war. Da ich auch was von der Konversation mitbekommen wollte, bin ich ins Gespräch mit eingestiegen und sie hat uns ein paar Tricks gezeigt. Stellt euch dieses Bild vor, 3 deutsche Mädchen wie sie irgendwie versuchen rückfährst zu „fahren“, den Po komisch ausgestreckt und die eine Irländerin, die uns motivierte weiter zu machen, zwischendurch kam dann immer wieder ihr jüngerer Bruder angerast und versuchte uns Tipps zu geben. Das war irgendwie ziemlich lustig und ich bin so froh, dass die eine Deutsche die Irin angesprochen hatte und ich etwas von der Konversation abhaben konnte, den unser Ziel ist ja mehr Englisch zu sprechen und möglicherweise Freunde zu finden und das kann nur gelingen durch das Sprechen.
Nach dem Skaten sind wir dann noch Shoppen gegangen und jeder der mich irgendwie etwas kennt, weiß dass ich nicht der größter Fan des Einkaufens bin und gestern war einfach nicht mein Shoppingtag. Es war furchtbar Langweilig und während sich die Anderen auf Schuhe, Kleider und T-Shirts geschmissen habe, stand ich lustlos an den Kleiderständern herum. Aber ich habe mich trotzdem dazu aufgerafft etwas Make-up zu kaufen, das ich höchstwahrschlich nächsten Monat gebrauchen werde. Ich will nämlich auf ein Deb gehen. Ein Deb ist eine Art Abschlussball, den die Schüler irgendwie mitten im Jahr feiern, keine Ahnung warum, aber weil da irgendwie alle hingehen, geh ich da eben auch hin. Die Schüler sind dann auch richtig schön angezogen und geschminkt.
Ich zeig euch mal durch ein Videolink, wie die dann so ausschauen(klick hier).

Nach 2 Stunden Shoppen sind wir dann zurück gefahren, diesmal über Killarney um die Gastschüler von dort zuerst auszuschmeißen und waren dann so gegen 18 Uhr wieder zuhause. Obwohl ich nichts Richtiges gemacht habe, war ich super müde und bin schon um 22 Uhr schlafen gegangen. 2

Hier mal ein Versuch die Reise irgendwie dazustellen, obwohl ich nicht weiß, ob wir wirklich so nah an der Küste waren. Die blaue Linie zeigt die Hin- und die rote die Rückfahrt.

 

 

 

Der Tag war teilweise gut, da man sich etwas mit den Anderen austauschen konnte, aber teilweise eben auch ziemlich langweilig.  Ich hoffe nächstes Mal machen wir irgendwas anderes mit nicht so viel Fahrerei.

 

 

September 4

Vorbereitungs-BlaBla

Ich fange mal von vorne an, obwohl ich jetzt schon gut eine Woche in Irland bin. Da ich zuerst einen Vlog machen wollte, werde ich über einige Themen schreiben, die nicht mehr ganz aktuell sind für mich.
Die Idee ein Auslandsjahr zu machen, hatte ich schon in der 8. Klasse und wollte nach England auf eine Internationale Schule, in die auch ein Kumpel von mir geht. Meine Mama und ich hatten dann also einige Gespräche mit meiner Klassen-und Englischlehrerin, die beide fanden, dass ein Auslandsjahr keine schlechte Idee für mich wäre, da mein Englisch nicht das beste war. Danach hatte meine Mutter die Schule angeschrieben, doch diese lehnte ab, denn sie nahm nur Schüler auf, die auch auf eine Internationale Schule gingen. Mein 13-jähriges Ich war tief enttäuscht und hatte dann auch keine Lust mehr sich über andere Alternativen Gedanken zu machen, denn das Leben ging weiter.
Ich kam also durch die Englisch Realprüfung mit einer 2 und war sehr zufrieden mit mir und wechselte auf ein Oberstufengymnasium. Dort waren die Ansprüche natürlich viel höher als auf meiner alten IGS, vor allem in Englisch drückte ich ständig beide Daumen, dass ich es irgendwie in die 12 Klasse schaffte. Schließlich war ich dann doch noch mal mit meiner Mutter auf so eine Infomationsmesse mit Beiträgen zu Auslandsaufenthalte vom Sprachcaffe. Zuerst wollte ich danach Farming machen. Also während den Ferien im Ausland auf einer Farm aushelfen, doch in den meisten Ferien besuche ich entweder die Familie oder betreibe mein Hobby Larp und das wollte ich nicht für ein Farmaufenthalt aufgeben. Nach viel Diskussion mit meiner Mutter entschied ich mich doch dafür ein Auslandsjahr zu machen und zwar ein volles Jahr, denn anrechnen konnte ich es wahrscheinlich eh nicht, denn dafür war ich eindeutig zu spät dran. Nächstes Jahr hätte ich schon Leistungskurse und dann ein halbes Jahr zu fehlen, konnte ich mir nicht erlauben, dann schon ein ganzes. Außerdem war ich meistens eh jünger als meine Klassenkameraden, denn ich war ein Kann-Kind, konnte also schon mit 5 Jahren in die Schule. Jetzt war nur die Frage in welches Land? Ohne Organisation? Oder mit? Und wenn ja mit welcher? Schnell fand ich heraus, dass es ohne Organisation sehr viel schwieriger war in eine Gastfamilie und Schule zu kommen.
Meine Mutter ließ mich frei entscheiden welche Organisation ich wollte, also verbrachte ich Stunden im Internet um DIE richtige zu finden. Gar nicht so einfach, wenn jeder verspricht das beste Jahr deines Lebens zu machen. Mein Wunschland war eigentlich immer noch England, da in Neuseeland und Australien zu viele deutsche Gastschüler lebten und die USA irgendwie nicht meinem Lebensstill entsprach. Außerdem bin ich der totale Harry Potter Fan und fand den Gedanken toll in dem Land zu leben, in dem die Bücherreihe spielt und geschrieben wurde. Ich wollte unbedingt Schuluniformen tragen, einen langen Schultag haben und die Leute sollten auch irgendwie so sein (ohne zaubern zu können….leider :/) wie in den Büchern. Doch dann stand auf den meisten Webseiten auch noch als Auslandsziel Irland. Das Land hatte ich gar nicht auf den Schirm gehabt, doch der Landschaft und der Menschenbeschreibungen nach zu urteilen, war das genau das Land wohin ich wollte. Land schon mal check! Fehlte nur noch die Organisation. Ich hörte viel Schlechtes über Jede und Gutes über diese. Nachdem ich eine Tabelle in Excel erstellt hatte, mit Kosten und Vorteile der verschieden Organisationen stand für mich fest, dass ich mit Irish Host Family Ltd fahren werde. Diese Organisation verspricht sehr klein und Menschenbezogen zu sein. Sie vermitteln nur nach Country Kerry und kennen alle Gastfamilien schon länger. Ich rief also die Leitstelle in Deutschland an und stellte Conny (Sie vermittelt Deutsche nach Irland) ein paar Fragen und sie stellte mir ein paar Fragen und dann versprach sie mir ein Fragebogen zu schicken, welches ich ausgefüllt nach Irland schicken sollte. Kurz vor Weihnachten kam es an und es war ein gewaltiger Fragenbogen.  Nachdem ich aber alles ausgefüllt, unterschrieben und ein Brief an meine zukünftige Gastfamilie geschrieben hatte, schickte ich es kurz vor dem Abgabedatum ab und dann hieß es warten, bis ich gesagt bekommen habe wer meine Gastfamilie ist.
Das waren schreckliche 3-4 Monate, aber als es dann so weit war, war ich sehr zufrieden! Die Schule war auch schon fast rum und ich froh, dass die 11te geschafft zu haben. Jetzt ging es ans Vorbereiten. Ich brauchte einen richtigen Koffer, musste entscheiden welche Klamotten ich mitnehmen konnte und was ich noch alles brauchte. Zum Glück hat meine Mama mir da gaaanz viel dabei geholfen(Danke dafür nochmal. Du bist die Beste :*). Vielleicht nicht die beste Entscheidung war, dass ich trotz der Reisevorbereitungen 4 Wochen in den Sommerferien auf Larp Veranstaltungen ging. Das hieß vor allem Packen! 1 Woche in Diemelstadt auf dem Drachenfest im Kupfer Lager die Krieger mit Wasser versorgt, auspacken, einpacken, 5 Tage auf dem Rittergut Brokeloh eine Keltische Prinzessin spielen, auspacken, einpacken, 1 ½ Wochen mit den Waldrittern auf einer Jugendveranstaltung Spaß haben, auspacken UND wieder einpacken. Und wie das dann so ist, wenn man 4 Wochen in einem Zelt schläft und allen Wetterbedingungen aussetzt ist, wurde ich krank. In der letzten Ferien Woche hieß es vor allem einkaufen, was meine Lust nicht sonderlich auf mein kommendes Abenteuer gesteigert hat. Auch war meine Schwester mit ihrem kleinen Sohn da (liebevoll von ihr Schnabeltier genannt) und hat bei uns gewohnt, da sie sonst sehr weit weg von uns ihr zuhause hat. Das war super putzig, aber ich war die ganze Woche wirklich nicht gut drauf, wurde ständig zickig oder musste meine Tränen zurück halten. Total miese Gefühle stiegen in mir auf und ich hatte gar keine Lust mehr nach Irland zu reisen. Ich hatte wahrscheinlich Angst diesen großen Schritt zu machen.
Am Freitag bin ich dann von Frankfurt Hahn nach Kerry geflogen. Zum Glück nicht ganz alleine, denn eine zweite deutsche Austauschschülerin ist von dort aus geflogen. Wir hatten ein kleines Problem mit der Polizei in Hahn, da diese uns nicht fliegen lassen wollte, denn wir waren noch nicht volljährig. Schnell also Handy gezückt und meine Mutter angerufen, die schon zusammen mit meinem Freund und meiner besten Freundin im Auto saßen. Diese musste dann auf ein Zettel kritzeln, dass ich alleine fliegen darf und ihr Personalausweis abfotografieren. Glücklicherweise war mein Freund da, der ihr helfen konnte das Foto dann auf mein Handy zu schicken. Danach durften wir fliegen!
Als ich im Flieger saß und mir die Texte von meinen Freunden durchgelesen habe, die sie auf meiner Abschlussfeier geschrieben hatten, bildete sich ein breites Lächeln auf meinen Lippen und ich schloss die Augen. Ich fliege nach Irland!