April 29

Ein normaler Schultag einer Austauschschülerin

In den Osterferien hatte ich mich fest vorgenommen, gaanz viele Blogeinträge zu schreiben. Doch wie das Leben so spielt bin ich krank geworden und kränkle auch noch immer vor mich her – und ich bin auch faul, ich gebe es ja zu.
Hier kommt zumindest ein Beitrag den ich schon länger verfassen wollte. Ich wollte euch nämlich mal versuchen zu beschreiben wie ein normaler Schultag bei mir aussieht und hatte mir darum Stichpunkte von einem Tag gemacht und fasse sie euch hier zusammen.

Nachdem fünf Mal der Wecker geklingelt hat und ich mir überlegt habe was passiert wenn ich nicht aufstehe, bin ich schließlich aus dem Bett gerollt. Schnell schmeiße ich mir meine Schuluniform über und wasche mich. Obwohl es nur noch 45 Minuten bis zum Unterrichtsbeginn für mich und meine vier Gastgeschwister ist, bin ich einer der ersten in der Küche und mache mir Frühstück; bestehend aus schwarzen Tee mit Milch und Cornflakes. Dann noch schnell Lunch gemacht und ich bin mit meiner Morgenrutine fertig. Jetzt muss ich nur noch warten bis meine anderen Hausbewohner fertig sind. Zu sechst quetschen wir und in ein Fünfsitzer.
Trotz des späten Aufstehens sind wir pünktlich in der Schule, ich scanne mich ein* und gehe zu meiner ersten Klassen – Doppelstunde Chemie. Darauf folgte dann „Construction“, in dem ich mit Zeichenmaterial eine Sektion eines Daches male.
Nach drei Stunden je 40 minuten Unterricht ist die erste 15minütige Pause.  Ich unterhalte mich mit einer spanischen Austauschschülerin über Harr Potter (uhhh…mein Lieblingsthema!) In Biologie wiederholen wir das Thema „Enzyme“ und danach lerne ich über Robert Frosts Poem „Out, Out-“ in der Englischklasse.
Die großen 50minütige Pause verbringe ich mit Essen und schaue bei einem Schlammwettlauf zu, den die Transition Year Schüler vorbereitet hatten. Es war arschkalt und trotzdem standen manche Schüler in Shorts da! Es folgt eine Stunde Mathe…naja Mathe eben. Da kann ich eher weniger sagen, ist eigentlich so wie in Deutschland. In DCG machen wir gerade Straßenebenungen. Normalerweise hätte ich dann eine Freistunde gehabt, welche ich mit Hausaufgaben verbringe, jedoch schickt uns unsere Lehrerin auf die schlammige Wiese um die Sachen von dem Lauf wegzubringen. Um 15:40 Uhr ist dann die Schule fertig und ich werde von meinem Gastopa abgeholt und nachhause gebracht. Schnell skype ich mit meinen Freund und fange meine Hausaufgaben an. Währenddessen macht meine älteste Gastschwester Mittagessen, da meine Gasteltern arbeiten sind. Es gibt eine Art Bolognese Soße mit Pommes.
Da meine Gasteltern wie gesagt arbeiten, weiß ich nicht genau ob sie mich zum Badminton fahren können. Also warte ich ab und beende meine Hausaufgaben. Ich bekomme die Nachricht, sie werden beide zu spät kommen um mich hinzubringen, aber ich kann mein Fahrrad nehmen und sie werden mich danach abholen. Ich packe mich also warm ein, weil der Wind ganz schön kalt ist – Mist finde meine Handschuhe nicht. Egal, ich habe nicht viel Zeit bis es dunkel wird darum ziehe ich mir meinen Helm und Warnweste an und strample auf meinem Leihfahrrad los in Richtung Stadt. Ich bin zu früh angekommen und muss warten. Dar Training ist wirklich gut verlaufen. Jedoch wird mir gesagt, dass es nur noch nächste Woche stattfindet und danach nur noch in einer kleineren Halle. Mein Gastvater holt mich ab und am Haus angekommen, esse ich noch etwas Kleines, sehe Fern und sage Gute Nacht zu meiner Gastfamilie. Nachdem ich geduscht habe, höre ich mehr als das ich sehe Game of Thrones, da ich währenddessen sticke. Danach schließe ich meine Äugelein und schlafe.

* In meiner Schule gibt es so ein Einscannungsgerät und jeder Schüler hat eine Nummer, die er jeden Tag dort einscannen muss. Andere Austauschschüler sagen, dass es sowas an ihren Schulen nicht gibt.